

| Burkhard Möbius | Herbert Kummetz | Robert Hirse | Elisabeth Wilhelm | Siegbert Schwab |
?? Wer-ist-FiN ??


| Burkhard Möbius | Herbert Kummetz | Robert Hirse | Elisabeth Wilhelm | Siegbert Schwab |
?? Wer-ist-FiN ??
… am dritten Juli im ehemaligen Fielmann-Gebäude. Allerdings etwas entkernt momentan, ein Airbnb der Kultur & Kunst , die nicht in andere Orte kann/ darf/ möchte. Bespielt und bestuhlt für FiN mit Unterstützung durch das KDW (danke, Siegbert!)
Ein bisschen verloren war’s schon in dem großen leeren Haus bei etwa zwanzig Gästen im Publikum. Und einem speziellen Gast als Mitwirkenden: Mohammed Loay Kharbot mit und auf seiner arabischen Oud. Ein paar Bilder, Texte und Töne von dem Abend sind hier zusammengetragen.

Der Frühstückskaffee
Er gießt Kaffee in die Tasse
Gibt Milch dem Kaffee hinzu
Zucker streut er hinein
Rührt mit dem kleinen Löffel
Trinkt seinen Milchkaffee
Stellt die Tasse zurück
Kein einziges Wort
Hat er für sie.
Angezündet hat er
Seine Zigarette
Ringe bläst er
Mit dem Rauch
Die Asche nippt er
in den Aschenbecher
Ohne ein Wort
Zu ihr keinen Blick.
Er erhebt sich
Zieht den Hut auf
Streift den Mantel über
Denn es regnet
Er geht fort
Verschwindet im Regen
Ohne ein Wort.
Zu ihr keinen Blick.
So schlägt sie
Die Hand vors Gesicht
Und weint allein.
[ Siegbert Schwab ]


Dystopisches Flattern
Wir flattern infernistisch
Wir flattern schon mit Grund
Wir flattern defätistisch
Wir flattern uns schön wund.
Vorbei ist utopistisch
Wir flattern krank durch’s All
Wir flattern dystopistisch
Und frönen dem Verfall
[ Robert Hirse ]





Das Bein bestimmt das Geküsstsein
Sie hat den Kopf verloren,
aber die Füße wiedergefunden.
Sie standen direkt vor der Tür,
bereit zu stehen und zu gehen.
Die Beine nahmen schnell Verbindung auf
und einigten sich mit den Füßen
über die grobe Richtung.
Jetzt sucht sie den Kopf,
Vor allem Augen und Ohren..
Und natürlich den Mund
um zu küssen, was entgegenkommt.
Oud und Gitarre (M.Loay Khabot und Burkhard Möbius)



Am 1.Advent im KDW hieß es „verglückt noch mal“. Ein besonderer Auftritt – an diesem Tag war auch die Geburtstagsfeier unseres Seniors, Herberts achtzigster. Er brachte seine Gäste mit ins KDW. Und Elisabeth brachte den Gesang mit, passend zum Glücks-Motto ein Liebeslied von Element of Crime:
AM ENDE DENK ICH IMMER NUR AN DICH.
Alle Besucher konnten als Erinnerung ein Lyrik-Heft des Jubilars mit nach Hause nehmen. „Ja doch“ enthält 29 Gedichte aus den letzten fünf Jahren. Restexemplare im KDW.

Inzwischen haben die FiNNEN auch ein Motto für den Auftritt am 1.Advent gefunden:

„Unser“ Robert war auf Tour – im KDW Neumünster. Ein Solomix von Literatur und Leben. DaDA-Kostproben fehlten nicht, versteht sich. Und „unser“ Hof-Fotograph“ Tom Giesemann hatte eine kleine Fotoausstellung passend dazu kuratiert.

Wir sind Neumünsters jüngstes kreatives Kollektiv – vermutlich. Im Mai 2022 standen wir das erste Mal auf der Bühne, im KDW. Da waren wir erst zu viert. 25 Prozent weiblich besetzt. Danke, Elisabeth! Einer aber kam dann doch noch: Robert senkte die Frauenquote. In der Alterspyramide reichen wir übrigens bis Ü75.
Was kann man von uns erwarten? Texte und Töne. Tönende Texte. Tonfreie Texte. Textfreie Töne. Meistens recht frisch. Und den Ehrgeiz, jedes Mal ein kleines Extra mitzubringen, einen „special guest“.
Noch mehr über uns? Gerne. Die FiNs haben sich dafür das FiNterview ausgedacht. Mit einem Klick ist man dort. Und findet Antwort auf diese acht wichtigen Fragen:
Wonach schmeckt dein Beitrag zu FiN?
Das Wichtigste in deiner Vita?
Hast du eine Muse?
Wie fühlst du dich beim Vortragen?
Dürfen deine Zuhörer lächeln?
Müssen Gedichte Reime haben?
Wer bist du, wenn du nicht bei FiN auftrittst?
Sag noch was zu Goethe.
… und hier unser Blick zurück
mit Fotos und kleinen Textproben des Abends
sowie einem kurzen Video.
Als Extra die drei Lieder, gesungen von Elisabeth Wilhelm







Für die Fotos danken wir Tom Giesemann.
Die Lieder bei unserem Auftritt: Lost words, Balou und Snow hare.
Eine kurzer Video-Rückblick
am 23.Juni im KdW


Morgens Früh
Erst mal ruhig schauen
Wie der Tag beginnt
Die Sonne aus dem Nebel steigt
Dunkle Ecken, die im leichten Licht versinken
Freude spüren wach zu werden
Froh sein, dass ich bin
Nicht sein muss.
Siegbert Schwab

Elisabeth Wilhelm



Im Baumarkt.
Chloroform. Piep. Spaltaxt. Piep. Latexmaske. Piep. Einmalhandschuhe. Piep. Müllsäcke. Piep. Spaten. Piep. Nathan zahlt alles in bar, nicht wie sonst mit dem Handy. Rasch belädt er den alten Bulli, zieht sein Notizbuch aus der Gesäßtasche. Blättert, nickt. Nichts dem Zufall überlassen.
Herbert Kummetz
